BAC Jazzabend @ Kunsthalle by Deutsche Bank

Am 10.03.2016 um 19:00 trafen sich der BAC e.V. zum gemeinsamen Jazz-Abend in der Kunsthalle der Deutschen Bank Unter den Linden. Es spielten Studierende des  Jazz-Instituts Berlin Swing, Modern Jazz, sowie Improvisationen. Im anliegenden Art-Café wurden dazu Getränke und Snacks serviert. Die zahlreich erschienenen Mitglieder und Gäste genossen die hochkarätig vorgetragenen Musikstücke in dem beeindruckenden Ambiente der Jackson Pollock Aussstellung, welche bereits vor Kurzem in einer privaten Führung ausführlich erklärt wurde. So konnten die Eindrücke vertieft werden und es bestand auch ausreichend Zeit zum gemeinsamen „Fachsimpeln“.

Im Anschluss fanden sich die Teilnehemer, als ausgleichenden Kontrast, im Augustiner am Gendarmenmarkt ein, wo das feinsinnige Erlebnis der Kunsthalle, herzhaft und gediegen unterfüttert wurde. Der BAC dankt erneut der hervorragenden Organisation seines Vizepräsidenten Florian Märtens für einen unvergesslichen Abend !

 

Jackson Pollock´s „Mural“ @ Kunsthalle by Deutsche Bank

Freitag, den 26.2.2016 haben Mitglieder und Freunde des BAC e.V. an einer höchst spannenden, privaten Führung durch die Jackson Pollock Ausstellung „Energy Made Visible“ in der Kunsthalle der Deutschen Bank teilgenommen.

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Mit Jackson Pollocks „Mural“ (1943) ist eines der historisch bedeutendsten Gemälde der Moderne nach seiner umfassenden Reinigung am Getty Conservation Center nun in Deutschland zu sehen. Die Ausstellung „Jackson Pollock’s ‚Mural‘: Energy Made Visible” zeigt das einflussreiche Meisterwerk gemeinsam mit mehr als vierzig Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern wie Lee Krasner, Roberto Matta, Gjon Mili, Barbara Morgan, Robert Motherwell, Aaron Siskind und Andy Warhol.

© Pollock-Krasner Foundation/
VG Bild-Kunst, Bonn 2015

Entstanden im Sommer 1943 im Auftrag von Peggy Guggenheim für die Eingangshalle ihrer Residenz in der East 61st Street in New York, bricht das Gemälde mit alten Traditionen und vereint in sich völlig neue, divergente Einflüsse. So vereint »Mural« Einflüsse des mexikanischen Muralismo, der Bildsprache der Ureinwohner Nordamerikas, des Schaffens Picassos – insbesondere aus der Periode seines Werks »Guernica« (1937) – und der Reportagefotografie der Kriegsjahre.

Jackson Pollocks Werk »Mural« ist nicht nur ein herausragendes Bild, es ist auch bahnbrechend für die Entwicklung der Kunst der amerikanischen Moderne. Mitten im vom Zweiten Weltkrieg traumatisierten 20. Jahrhundert erschien Pollocks monumentales Wandgemälde wie ein Tor, durch das der Abstrakte Expressionismus Einzug hielt. Die semi-abstrakten Figurationen und flackernden Formen, die Pollock zuvor erprobt hatte, entfalten sich hier erstmals in radikaler Freiheit und mit kühner Selbstgewissheit. Auf der enormen Fläche von »Mural« fand er zu sich selbst, zur großen Geste und zur explosiven Kraft seiner Drip Paintings, mit denen er 1947 begann. Im Zentrum von »Mural« steht Pollocks Absicht, Energie und Bewegung sichtbar zu machen und eigene mentale Bildvorstellungen abzubilden.

Von profunden Wissen und gleichzeitig unterhaltsam erläutert  wurde die Ausstellung wiederum von dem sympathischen Kunsthistoriker der Deutschen Bank, der, wie auch bereits im letzten Jahr, auf die einzelnen Fragen der Teilnehmer ausführlich einging. Im folgenden Video in energischer „Aktion“:

 

Im Anschluss trafen wir uns im „Refugium“ im Französischen Dom am Gendarmenmarkt, um die gewonnenen Eindrücke entspannt und angenehm „sacken“ zu lassen. Hier wurden wir äusserst freundlich und kulinarisch erstklassig versorgt. Unser Dank dem gesamten Team des Restaurants.

 

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Unser Dank gilt insbesondere dem Vizepräsidenten des BAC e.V., Florian Märtens, der wieder einmal einen besonderen, interessanten und auch kulinarisch ansprechenden Abend organisiert hat.

Das die Ausstellung begleitende ArtMag 9 der Deutschen Bank können sie hier als pdf herunterladen.

11. Rund um Berlin Classic

In Anbetracht des hoffentlich bald wieder  guten Wetters werden wir spätestens am 6. – 7. Mai 2016 unsere automobilen Schätze, die Youngtimer und Oldtimer, wieder aus dem Winterschlaf holen und frühjahrstauglich machen. Wir möchten daher auch an dieser Stelle schon auf unsere Oldtimerrallye Rund-um-Berlin hinweisen. Diese wird wieder in Zusammenarbeit mit dem Mecklenburger Automobilclub (MAC) als AvD-Rallye geplant und veranstaltet. Sie findet dieses Jahr zum elften Mal vom 6. – 7. Mai 2016 statt. Die Rallye besteht aus zwei Etappen. Die erste Etappe startet am Freitag (6. Mai) in Berlin und führt durch die Mark Brandenburg mit Zieleinfahrt gegen 17 Uhr am Seehotel Zeuthen; die zweite Etappe startet am Samstag früh (7. Mai) am Seehotel Zeuthen durch das Gebiet um den Scharmützelsee und endet mit Zieleinlauf gegen 16.30 Uhr am TOTAL-Gebäude in Berlin-Mitte. Anschließend startet um 16.45 Uhr ein Corso zur Classic Remise in der Wiebestraße, in der die Siegerehrung und Abendveranstaltung stattfindet. Im Seehotel Zeuthen besteht selbstverständlich die Möglichkeit zu übernachten. Hier gibt es Sonderkonditionen, die auf dem Anmeldeformular angeführt werden. Für diejenigen, denen es zeitlich unmöglich ist oder zu anstrengend erscheint, gibt es die Möglichkeit nur Samstag (7. Mai) an der Etappe 2 teilzunehmen. Bedenken Sie aber, dass Sie zum einen hierfür bereits samstags um 8 Uhr in Zeuthen sein müssen, zum anderen eine wunderbare Strecke durch die herrlichen Alleenstraßen der Mark Brandenburg verpassen. Sowohl Freitag als auch Samstag müssen Sie sich während der Etappen um Ihr leibliches Wohl keine Gedanken machen. Ich empfehle Ihnen daher, gönnen Sie sich die gesamte Rallye. Es ist jedes Jahr eine liebevoll ausgearbeitete Strecke mit tollen Orten und wundervoller automobiler Atmosphäre. Es wurde bisher jeder von diesem automobilen Spaß infiziert. Sollte dies Ihre erste Teilnahme an einer Rallye sein oder haben Sie wenig bis keine Erfahrung, scheuen Sie sich nicht. Es kann wirklich jeder daran teilnehmen, da hier der Spaß im Vordergrund steht! Und damit wir, der Berliner Automobilclub, mit möglichst vielen Mitgliedern und Freunden an der Rund-um-Berlin teilnehmen, bekommen alle Mitglieder des BAC exklusiv 15 % Rabatt auf das Nenngeld für Freitag und Samstag (6./7. Mai) und 10 % Rabatt auf das Nenngeld für diejenigen, die nur Samstag (7. Mai) teilnehmen wollen – vorausgesetzt die Anmeldung geht bei uns bis zum 18. März 2016 ein! Somit betragen die Nenngelder nur für BAC-Mitglieder: bis zum 18. März 2016 ab dem 19. März 2016 Freitag & Samstag: 377,40 € (Ersparnis 66,60 €) 444 € nur Samstag: 219,60 € (Ersparnis 24,40 €) 244 € Schicken Sie uns einfach das beiliegende Nennformular BAC RundumBerlin ausgefüllt per Fax, Mail oder Post zurück – benutzen Sie für den BAC-Rabatt bitte ausschließlich das diesem Schreiben beigefügte Anmeldeformular! Weitere Informationen, sowie den genauen Tagesablaufplan finden Sie im Internet unter www.rundumberlin-classic.de

BAC e.V. Weihnachtsessen

Das diesjährige Weihnachtsessen fand  am 12. Dezember 2015  im Restaurant Trofeo, Wiebestraße 36-37, 10553 Berlin statt. Das Restaurant befindet sich in der historisch wertvollen und attraktiven Classic Remise (vormals Meilenwerk). Das Gebäude diente bis 1964 in West-Berlin als Straßenbahndepot und wurde erst ab dem Jahr 2000 aufwendig restauriert. Seitdem befinden sich in dem mehrfach mit Denkmalpflegepreisen ausgezeichneten Gebäude Oldtimerrestauratoren, -händler und -dienstleister.

Bei einem Begrüssungscocktail (jahrezeitlicher Glühwein mit oder ohne „Umdrehungen“) stellte Vizepräsident Florian Märtens die Geschichte der Classic Remise vor und lud die anwesenden Mitglieder und Gäste zu einem appetitanregenden Rundgang ein.

Im Anschluss, nach einer kompakten Begrüssung durch den Präsidenten des BAC e.V., Jan Kabitzsch, genossen die Teilnehmer ein vorzügliches Menu. Dieses bestand aus einer Schaumsuppe vom Kürbis und Ingwer, alternativ Brandenburger Landente an Serviettenknödeln und Kirschrotkraut oder gebratenem Zander auf Zimttomaten mit grünem Spargel und Wildreis, sowie zum krönenden Abschluss einem Punschparfait auf Vanille Zimtsosse, zubereitet und serviert von dem engagierten und besonders freundlichen Team des Restaurants Trofeo. An dieser Stelle unser ganz herzlicher Dank dem Patron Marc Debourdon de Grammon und seinen Mitarbeitern.

 

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In diesem angenehmen Ambiente entwickelten sich zahlreiche, kurzweilige und passenderweise benzinhaltige Gespräche, sodass fast alle der ca. 30 anwesenden Gäste erst am späten Abend den Heimweg antraten.

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Gerüchten zufolge soll ein kleiner enthusiastischer Kreis den weiteren Abend dazu genutzt haben, im stilvollen Charlottenburg den dritten Advent gebührend zu begrüssen.

Hier geht es zu weiteren Impressionen des Abends…

Politischer Abend in der American Academy

Am Freitag, den 13.12.2015  haben Vertreter des BAC auf Einladung des Kaiserlichen Automobilclubs e.V. an einem aussergewöhnlichen Vortragsabend mit anschliessender Podiumsdiskussion im Hause der American Academy in Berlin-Wannsee teilgenommen.  Einerseits hochinformativ, in dichter Atmosphäre, andererseits aber auch gespickt mit Gaumenfreuden und Kunstgenuss.

Prof. Dr. Ing. Cornel Stan von der Westsächsischen Hochschule in Zwickau gab einen  Überblick über den derzeitigen Entwicklungsstand und die Rahmenbedingungen weltweit, die vor allem in Asien und Afrika mit erheblichen Umwelteinflüssen verbunden sind. Mit Blick auf die verschiedenen Antriebskonzepte zeigte Prof. Stan, dass Elektromobilität und auch Hybrid-Technologien überwiegend von zu hohen Antriebsleistungen ausgehen, was Reichweite und Nutzungsdauer erheblich einschränke. Der Experte für Antriebstechnologie der Zukunft prognostiziert deshalb neue Zielgruppen für E-Fahrzeuge im Verteil-Verkehr und sieht die Elektromobilität vorwiegend in den Städten der Zukunft, auch wenn Elektrofahrzeuge in Summe nicht umweltfreundlicher seien als Verbrennungsmotoren, wenn die Energie in herkömmlichen Kraftwerken erzeugt werde. Prof. Stan macht dafür vor allem das Verbraucher-verhalten verantwortlich, das sich an Leistung und Komfort orientiere und vielfältige Fahrzeugvarianten einfordere.

Prof. Dipl.-Ing. Eike Böhm von der Universität in Esslingen verblüffte die rund 80 geladenen Gäste mit dem Beweis, dass die Menschen schon immer rund 45 Minuten für den Arbeitsweg kalkulieren würden und deshalb mit dem verbesserten Fahrzeugangebot vor allem die Distanz zwischen Wohnort und Arbeitsstelle größer geworden sei. Böhm zeigte auf, dass Europa die Rolle des weltweit führenden Entwicklers von Technologie-Varianten einnehmen müsse, auch wenn der Umweltnutzen weniger hier, als in der dritten Welt zum Tragen komme. „In der extrem verunreinigten Luft in China kann man ein modernes westliches Auto als Luftreiniger einsetzen“, scherzte Böhm, „denn aus dem Auspuff kommt reinere Luft, als der Motor angesaugt hat.“ Er setzte sich aber auch kritisch mit vielen Antriebsvarianten auseinander, bei denen die neue Technik so viel Mehrgewicht mitbringe, dass sie die Umweltwerte des Verbrennungsmotors nicht unterbieten könnten.

Dr. Ulrich Eichhorn stellte als Vertreter des VDA die richtungweisenden Entwicklungen der deutschen Automobilindustrie vor, die bislang allein 16 Milliarden Euro in die E-Mobilität investiert habe. Er kritisierte die grundlegende Umweltdebatte um den Fall VW, die ohne Grund zur Verunsicherung des Verbrauchers beitrage, denn der Verbrennungsmotor sei, wie auch die beiden Vorredner belegt hätten, umwelttechnisch immer noch der wirksamste Antrieb individueller Mobilität.

In der angeregten Diskussion um Batterien, Ladestrom, Hybrid-Technologie und Wasserstoff in Relation zu Umweltnutzen, Nachhaltigkeit und Kosten wurde offenbar, dass der Verbraucher vor allem zur Anschaffung alternativer Antriebskonzepte bereit sein muss und die Politik in der Steuerung der Mobilität der Zukunft hinter den Entwicklungen zurückbleibt. Nahezu einmütig forderten auch die Gäste im Plenum rechtliche Zügel für die Nutzung der Milliarden von Daten, die moderne Autos an meist unbekannte Provider übermitteln und eine Art Ethik-Charta für den Umgang mit vernetzten Automobilen und autonom fahrenden Verkehrsmitteln.

Zur Abrundung des sehr gelungenen ersten „Politischen Abends“ des Kaiserlichen Automobilclubs KAC im AvD wurden Referenten und Gäste vom einfühlsamen Gesang der international bekannten Mezzosopranistin Fredrika Brillembourg aus USA verwöhnt, die mit der Pianistin Bonnie Wagner passend zur American Academy bekannte Songs aus Kompositionen von Bernstein, Gershwin, Porter oder Rodgers interpretierte.

Der gemeinsame Besuch mit Führung einer überaus beeindruckenden Oldtimer-Privatammlung am 14. Nov. war ein zusätzliches Highlight und Erlebnis.

Text: Johannes Hübner, der auch sachkundig durch den Abend führte

Fotos: © Dominik Balders